Erkrankungen
  Unser Team     Anfahrt     Angebot     Vorsorgekalender     Impfungen     Links  
Fieber
Fieberkrämpfe
Durchfall
Gehirnerschütterung
Neurodermitis
Adenoide Vegetationen
Allgemein:
Startseite
Kontakt
Impressum
Datenschutz
Haftungsausschluss

Fieber





ist eine vom Körper gesteuerte Höherstellung der Soll-Körpertemperatur, die üblicherweise bei 36,2° C bis 37,7° liegt. Sie steigt bei Anstrengung und im Laufe des Tages natürlicherweise bis zu 1° C an. Das bedeutet, dass bei manchen Kindern eine Temperatur bis 38°C abends normal sein kann.
Werden wir krank und müssen uns mit Krankheitserregern auseinandersetzen, wird vom Abwehrsystem an das Gehirn eine Nachricht geschickt, die Temperatur auf z.B. 40° C zu erhöhen. Wir fühlen uns dann kalt (kleiden uns wärmer, decken uns zu), beginnen zu zittern (Muskelarbeit wärmt auf) und bekommen kalte, blasse Haut (durch Verminderung der Hautdurchblutung kann mehr Wärme im Körperinneren gehalten werden).
Nach erfolgreicher Abwehr wird die Solltemperatur wieder tiefer gestellt; das Kind schwitzt, bekommt evtl. einen Schweißausbruch, rote Wangen, heiße Stirn und Hände.

Fieber ist eine Hilfe des Körpers zur Abwehr von Infektionen. Wir müssen also in erster Linie nicht das Fieber bekämpfen, sondern die Erkrankung. Allerdings kann Fieber ab einer Temperatur von 42° C lebensbedrohlich sein oder auch besonders bei jungen, dafür empfindlichen Kindern ( 1-4 Jahren ) Fieberkrämpfe auslösen. Kinder reagieren auf Infektionen stärker als Erwachsene, so dass es zu meist höheren Temperaturen oft ohne größere Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens kommt.
Die Messung der Körpertemperatur erfolgt am besten mit einem elektrischen Fieberthermometer im After oder neuerdings mit einer Infrarotsonde am Ohr. Wer sich ein solches Gerät leistet, kann schnell und angenehm recht genau die aktuelle Temperatur messen, wenn kein Ohrenschmalz den Gehörgang verlegt und das Trommelfell genau anvisiert wurde. Auch muss ein höherer Preis und eine stärkere Empfindlichkeit der Sonde in Kauf genommen werden.

Üblicherweise sollte dreimal am Tag die Temperatur gemessen werden und zwar mindestens nach einer Viertelstunde körperlicher Ruhe.

Maßnahmen bei Fieber

Wenn Ihr Kind Fieber hat, sollte als wichtigstes darauf geachtet werden, dass Ihr Kind so gekleidet und zugedeckt wird, dass es sich möglichst wohl fühlt, also im Fieberanstieg eher warm und bei abfallenden Temperaturen eher kühl (z.B. keine dicke Zudecke, die nicht losgestrampelt werden kann). Zum Aufwärmen können warme Getränke, zusätzliche Decken oder "Vorheizen" mit Wärmflasche ( erst ab Kleinkindalter auch Wärmflaschen mit ins Bett ) Hilfe bringen.

Wenn sich Temperatur und Wohlbefinden eingespielt haben, kann dem Kind spielen in angenehmer Kleidung in der Wohnung erlaubt werden. Kinder mit hohen oder noch stärker wechselnden Temperaturen gehören nicht nach draußen!

Bei sehr hohem Fieber, wenn Ihr Kind bis zu den Fingern überwärmt ist und schwitzt, kann Abkühlung helfen. Das bedeutet, dass jetzt leichte Kleidung, dünne Zudecke als wohltuend empfunden wird. Ihr Kind sollte in dieser Zeit (Schwitzen, Wasserverlust ) ausreichend Getränke angeboten bekommen. Vorsicht, jetzt keine Zugluft !

Wadenwickel sind eine weitere physikalisch sehr wirksame Methode, das Fieber zu senken. Sie werden mit einem ausgewrungenem, feuchten Handtuch ( ca. Zimmertemperatur, nicht eiskalt ) um die Waden oder auf den Bauch für eine Viertelstunde durchgeführt. Die Anwendung kann jeweils nach viertelstündiger Pause wiederholt werden. Als Schutz können die Wickel mit einem trockenen Tuch bedeckt werden. Das Kind liegt dabei unter einer leichten Zudecke.
Weil so wichtig hier noch einmal: Wadenwickel sind belastend und nicht angebracht im Fieberanstieg., also bei Kältegefühl, kalten Händen oder Füßen.

Fieberzäpfchen
Manche Kinder fühlen sich, ganz anders als wir Erwachsenen, oft auch bei sehr hohen Temperaturen, ausgesprochen wenig beeinträchtigt. Eine medikamentöse Therapie (bei ansonsten gesunden Kindern und bei Einhaltung der oben genannten Maßnahmen) ist dann nur bei sehr hohen Temperaturen, also über 40,5° C, erforderlich. Bei Kindern, die über 40°C fiebern muss allerdings häufig die Temperatur kontrolliert werden.
Neugeborene (Sgl. in den ersten 4 Wochen) mit einer Temperatur über 38°C werden umgehend, Säuglinge in den ersten 3 Monaten möglichst bald dem Kinderarzt vorgestellt.

Im restlichen Säuglingsalter gilt im Falle der Selbstbehandlung, dass eine Ursache das Fieber erklären sollte (z.B. Erkältung?).

Nach 3 Tagen mit Fieber sollte spätestens eine Untersuchung (auch bei Kleinkindern mit einem banalem Infekt) erfolgen.

Leidet Ihr Kind unter dem Fieber oder an anderen Beschwerden/Schmerzen oder wird Ihr Säugling sehr unruhig, dürfen Sie unabhängig von der Temperatur ein Fieberzäpfchen/Saft der entsprechenden Altersgruppe geben. Erlaubt sind auf jeden Fall 3 Zäpfchen pro Tag. Falls dies zur Fieber- und Schmerzbehandlung nicht ausreicht, rufen Sie bitte in der Praxis an.



Druckbare Version
(c) Franz Jüngerhans